| 
Foto: Wolfgang Schmidt,
„Jungen in Johannesburg“
Fotos Karin Rummel
(für größere Darstellung anklicken)
|
Der
Chronist der Winde ab 14 Jahren
für die Bühne bearbeitet
von Michael Schramm und Sabine Zieser nach dem gleichnamigen Roman
von Henning Mankell
Eine Koproduktion von Theater
Mummpitz, ensembleKONTRASTE und Tafelhalle
Nelio, ein zehnjähriges Straßenkind, erzählt
um sein Leben. Er liegt mit einer Schusswunde auf dem Dach eines
afrikanischen Theaters und weiß, dass er sterben wird, sobald
seine Geschichte zu Ende ist. Er erzählt sie dem Bäcker
José Antonio Maria Vaz. Er erzählt ihm von Banditen,
die sein Dorf überfallen haben, seine Schwester töteten
und ihn zwingen wollten, seinen Bruder umzubringen. Wie er floh,
den Weg in die Stadt fand und Anführer einer Bande von Straßenkindern
wurde. Vor allem aber erzählt er vom Leben dieser Kinder. Von
Mandioca, der Tomaten und Zwiebeln in seinen Taschen wachsen lässt,
vom fröhlichen Alfredo Bomba, dem Kleinsten, von Tristeza,
dem Stiefkind der hoffnungslosen Armut, und von Cosmos, dem Ältesten
und Anführer der Bande. Er erzählt vom Geheimnis des Reichtums.
Und er erzählt vom Paradies, das auf keiner Landkarte verzeichnet
ist und das man doch finden kann.
Diese Geschichte verändert den Bäcker José Antonia
Maria Vaz. Er wird zum Chronisten der Winde. Eines Tages verlässt
er das Dach und in Dona Esmeraldas Theater finden seine Worte Gehör.
Es spielen:
Njamy Sitson, Michael Schramm, Sabine Zieser
Es musizieren: Cornelius
Bönsch (Cello), Stefan Danhof (Piano & Fender Rhodes),
Eckhard Kierski (Trompete), Christian Wissel (Schlagwerk)
Regie: Andrea
Maria Erl
Komposition: Manfred
Knaak
Bühne: Thurid
Peine
Kostüme: André
Schreiber
Lichtdesign: Gunnar
Tippmann
Klassische und zeitgenössische
Kammermusik, Sparten übergreifende Projekte, Bühnen- und
Stummfilmmusik, Uraufführungen, Werkeinführungen: Das
sind nur einige Schlagworte mit denen man das Nürnberger ensembleKONTRASTE
umschreiben könnte. „Der Chronist der Winde“ ist
nach „Die Geschichte vom Soldaten“ von Igor Strawinsky
im Jahr 1991 die zweite Koproduktion von Theater Mummpitz, ensembleKONTRASTE
und der Tafelhalle Nürnberg. Die Tafelhalle hat sich seit ihrer
Eröffnung im Jahr 1987 zu einem der bedeutendsten Spielorte
für Festivals, internationale Gastspiele sowie für die
freie regionale Szene in Nürnberg entwickelt.
„Es bleiben viele sehr eindrucksvolle Szenen
in Erinnerung: Wenn Nelio auf den angenehmen Albino trifft, die
wirbelnden bunten Sonnenschirme, an denen alles hängt, wovon
ein kleiner Junge nur träumen kann, die Fahrt mit dem todkranken
Freund Alfredo aus der Straßengang zur „Insel ohne Angst“.
(Bayerische Staatszeitung)
|